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Können geflüchtete Menschen am BFD teilnehmen?

Auch geflüchtete Menschen (auch als “Flüchtlinge” oder “Asylbewerber_innen” bezeichnet) können am Bundesfreiwilligendienst teilnehmen.

Dabei gelten unterschiedliche Bedingungen, je nach dem, welcher Aufenthaltsstatus vorliegt:

  • Aufenthaltserlaubnis: Hierbei ist ein BFD normalerweise möglich. Ggf. muss die Zustimmung vom Jobcenter eingeholt werden.
  • Aufenthaltsgestattung / BüMA (Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchende/r): Auch hier ist ein BFD grundsätzlich möglich. Allerdings muss vor Beginn die schriftliche Zustimmung der Ausländerbehörde eingeholt werden.
  • Menschen aus den sogenannten “sicheren Herkunftsländern” bekommen in der Regel keine Zustimmung der Ausländerbehörde. Zu diesen Ländern zählen: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Ghana, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Senegal, Serbien.

Es gelten dabei unterschiedliche Freibeträge für das Taschengeld:

  • Für Geflüchtete, die Leistungen vom Sozialamt (Lageso) beziehen (bei Duldung, Aufenthaltsgestattung oder BüMA):
    • bei Grundleistungen wird das Taschengeld voll angerechnet (d.h. bei 300,-€ Taschengeld werden 300,-€ von den Leistungen abgezogen).
    • bei Analogleistungen sind 30% des Einkommens anrechnungsfrei (d.h. bei 300,-€ Taschengeld werden 210,-€ von den Leistungen abgezogen).
  • Für Geflüchtete, die eine Aufenthaltserlaubnis besitzen und Leistungen vom Jobcenter beziehen, gelten 200,-€ als pauschaler Freibetrag, d.h. bei 300,-€ Taschengeld werden 100,- € von den Leistungen abgezogen.